Was ich in Uganda über Glück gelernt habe – und warum wir alle von einem Perspektivwechsel profitieren

Schon mal darüber nachgedacht, was Lebensfreude wirklich bedeutet? Ist es die Sicherheit eines strukturierten Alltags oder die Freiheit, einfach im Moment zu leben? Willkommen zu einem kleinen Kulturschock: Uganda trifft auf Deutschland. Zwei Länder, zwei ganz verschiedene Philosophien, wenn es um Glück geht. Und die Frage ist: Wer hat’s besser raus?


Uganda: Wo das Leben tanzt und Zeit keine Rolle spielt

"Pole pole" - Langsam, langsam, wir haben doch Zeit!

Wenn du mal in Uganda bist, vergiss, was du über Zeitplanung gelernt hast. "Uganda-Time" ist nicht nur ein Witz, sondern eine Lebenseinstellung. Treffen um 15 Uhr? Mach dir keinen Stress, das kann auch 16:30 Uhr bedeuten. Aber das Beste daran? Keiner ist genervt. Denn Stress? Den gibt’s hier nicht.

Musik und Tanz – weil das Leben eine Party ist

Hier wird immer irgendwo getanzt. Auf der Straße, bei Festen, im Bus – egal wo. Musik verbindet, und der Beat des Lebens ist allgegenwärtig. Während wir in Deutschland einen Anlass brauchen, um mal aus der Reihe zu tanzen, feiert Uganda das Leben einfach, weil es da ist. Einfach so. Stell dir vor, du würdest nach der Arbeit einfach auf dem Heimweg anfangen zu tanzen. In Uganda würde sich jemand anschließen. In Deutschland wäre die Polizei involviert.

Gemeinschaft statt Einzelkampf – Warum keiner allein bleibt

Familie und Freunde sind alles. Punkt. Einsamkeit? Gibt’s kaum. Wer wenig hat, teilt trotzdem. In Uganda gehst du nicht allein durchs Leben. Nachbarschaft bedeutet, dass immer jemand da ist, der hilft, tröstet oder einfach nur mitlacht. Klingt nett, oder?


Deutschland: Planbar glücklich sein

Glück in 10-Jahres-Schritten

In Deutschland wird Glück oft geplant. Studium, Karriere, Eigenheim, Rente – alles hat seinen Platz und seinen Zeitpunkt. Spontane Pläne? Schwierig. Man muss ja vorher einen Termin machen. Die Freiheit, den Moment zu leben? Liegt zwischen 18:00 und 20:00 Uhr in den Google-Kalendereinträgen.

Pünktlichkeit als Religion – Struktur als Basis fürs Glück

Pünktlichkeit ist keine Tugend, sondern eine Notwendigkeit. In Uganda kommst du zu spät, in Deutschland kommst du früher. Und wer nicht pünktlich ist, kann gleich wieder gehen. Dabei gibt es Sicherheit, wenn man weiß, dass alles nach Plan läuft. Das ist Lebensfreude – nur eben gut durchorganisiert.

Freude? Aber bitte mit Struktur!

In Deutschland genießt man bewusst. Man zelebriert gutes Essen, feiert den Feierabend oder macht Wellness. Hauptsache, es ist eingeplant. Freude ist planbar – wie ein schönes 3-Gänge-Menü. Uganda würde einfach improvisieren.


Und wo bin ich nun glücklicher?

Egal, wo ich bin: Glück hat viele Gesichter. Mal ist es laut, mal leise. Mal spontan, mal durchgeplant. Vielleicht liegt das wahre Glück irgendwo dazwischen?

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